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Gefahrenquellen für das Musikersgehör und dessen Schutz

Egal, ob Klassik, Rock, Jazzclub oder Konzerthaus – beschallen wir unsere Ohren zu lange und zu laut, nimmt unser Gehör dauerhaft Schaden. Gefahrenpotenzial lauert im Orchestergraben ebenso, wie in der Disco oder bei zu lauter Musik im Kopfhörer. Daher meine Infos zu den Gefahrenquellen für das Musikersgehör und dessen Schutz

 

Wann ist es generell zu laut?

Einen ersten Hinweis auf hohe Schallbelastungen bekommen Sie, wenn
■ der Schall lauter ist als dichter Großstadtverkehr
■ Sie die Stimme heben müssen, um mit jemandem zu sprechen, der direkt neben Ihnen steht,
■ nur noch gedämpft bzw. verzerrt hören

■ wenn Sie ein Pfeifen in den Ohren hören,
■ die Sie die Lautstärke an Ihrer Stereoanlage oder am Fernsehers so weit aufdrehen müssen,dass es für andere Personen zu laut wird.

Viele Leute halten klassische Musik für unschädlich, während Rockmusik schon eher schaden kann. Irrtum! Für die Entstehung von Gehörschäden ist vor allem der Schallpegel und die Länge der Zeit ausschlaggebend, der man der Lautstärke ausgesetzt ist.


Der Umgang mit elektronischen Instrumenten, Lautsprechern und Monitorgeräten?

Generell ist es bei verstärkten Instrumenten wichtig,

  • den Kollegen nicht „übertönen“ zu wollen,
  • Verstärker überlegt zu nutzen – nicht nur in Bezug auf die Lautstärke sondern auch das Gesamteklangbild.
  • nicht gegeneinander, sondern miteinander zu spielen.

Auf der Bühne und im Studio sollten Sie darauf achten,

  • dass die Lautsprecher vorsichtig der Lautstärke angepasst werden und nicht sofort voll aufgedreht sind.
  • Im Studio muss nicht laut gespielt werden.  
  •  Auch Produzenten und Techniker sollten auf eine angemessen Lautstärke achten.

 

Können Kopfhörer für Musiker schädlich sein?

Der Hauptvorteil von Kopfhörern ist, dass man Lautstärke und Mix für sich persönlich anpassen kann – niemand muss hören, was Sie hören. Bedenken Sie: Kopfhörer können Ihr Gehör schädigen, wenn Sie die Lautstärke zu sehr hochdrehen, z. B. um Fremdschall zu übertönen. Über Kopfhörer wird oft unbewusst lauter gehört als bei Lautsprecherwiedergabe, weil der Schall nicht mehr im Bauch gefühlt wird.

 

Weitere Gefahrenquellen in der Freizeit

Die Schallbelastung in Ihrer Freizeit kann sehr unterschiedlich sein, je nachdem, wo Sie leben, wo Sie Freizeit oder Urlaub verbringen und welches Ihre Hobbys sind. Gefahren lauern überall, z. B. bei zu lauten
■ Audio- und Video-Unterhaltungsgeräten,
■ Konzerten und in Clubs,
■ Kinofilmen,
■ Übertragungen oder Live-Sportereignissen,
■ Werkzeugmaschinen z. B. für die Gartenarbeit.

Quelle: BauA Ratgeber Safe and Sound

 

10 Tipps zum Schutz von Musikerohren:

  1. Geben Sie diese Vorurteile auf:
    • „Klassikmusik ist weniger laut, als E-Musik“
    • „(Gute) Musik ist für die Ohren weniger schädlich, als Lärm“
    • „mit Gehörschutz kann man keiner Musik machen“
  2. Reduzieren Sie die Lautstärke bei Erarbeitungsphasen und beim Üben.
  3. Leben sie bewusst mit laut und leise: Belastung und Entlastung!
  4. Machen Sie regelmäßig einen Hörtest.
  5. Vermeiden Sie Gehörbelastungen im Freizeitbereich und nutzen Sie Gehörschutz.
  6. Gewöhnen Sie sich als Berufsmusiker an Ihre Ohrenstöpsel. Hören Sie Kollegen zu, „bei denen es funktioniert“ und nicht denen, „die damit nicht spielen können“.
  7. Nutzen Sie im Rock-, Pop- und Eventbereich die Möglichkeiten des „In-Ear-Monitoring“.
  8. Bedenken Sie, dass Ihre Hörzellen bei Lärm Höchstleistungen erbringen müssen. Diese „Leistungssportler“ wollen richtig ernährt werden, benötigen ausreichend Flüssigkeit und Erholung.
  9. Suchen Sie unbedingt den Rat des Mediziners, wenn Sie sich Sorgen um Ihr Gehör machen.
  10. Besuchen Sie Schulungen und Workshops oder informieren Sie sich z.B. bei der BauA (Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin) zum Thema Lärmschutz am Arbeitsplatz und reden Sie mit Musikerkollegen darüber, was passieren kann.

Quelle: https://sinfonima.de/ratgeber/musikergesundheit/schuetzen_sie_ihr_gehoer_listen_for_a_lifetime..html / Hörschäden bei Musikern » Schutz des Musikergehörs

 

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